29. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Wie sich Reisebüros gegen die Hitze rüsten

Am häufigsten findet der gute, alte Ventilator Verwendung, ergab eine Umfrage für Counter vor9, an der gut 350 Reiseprofis teilnahmen. Etwa 30 Prozent der Befragten arbeiten in klimatisierten Büros, ein Viertel hält sich mit Eis und gekühlten Getränken fit. Gut 40 Prozent der Büros sagen einfach: Alles wie gehabt – da müssen wir durch.

Nur eine geringe Anzahl von Agenturen flexibilisiert die Arbeitszeiten. Sechs Prozent machen früher zu, acht Prozent arbeiten nur in Minimalbesetzung. Einige Büros verkürzen die Arbeitszeit, indem ein Teil der Belegschaft früher anfängt und aufhört und ein anderer Teil später startet. In anderen Büros werden verstärkt Überstunden abgefeiert. Eine verlängerte Siesta gönnen sich nur wenige Reisebüros. In einem von ihnen wird die Beratung derzeit nur auf Termin angeboten.

Einige Agenturen setzen auf Fußkühlung. So platzieren manche Reiseprofis Schüsseln unter dem Schreibtisch, ein Büro hat ein Plantschbecken zur Deko hingestellt, in dem sich die Mitarbeiter ab und zu die Füße kühlen. Doch trotz des viel beschworenen Fachkräftemangels, der Mitarbeiter zum begehrten Gut machen sollte, gibt es offenbar auch weiterhin Verkäufer, denen einfach nichts erspart bleibt. So schreibt eine Umfrageteilnehmerin: "Es wird kein frei gegeben, um Getränke müssen wir uns selbst kümmern und das Büro während der Öffnungszeit zu verlassen um Eis zu holen ist verboten. Gestern, am Donnerstag, betrug die Innentemperatur im Spitzenwert 37 Grad. Unser Chef, der selbst nicht im Büro ist, sagt: 'Da müssen alle durch'.“

Christian Schmicke

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