18. September 2023 | 13:07 Uhr
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Wie DER Touristik künftig mit Katalogen umgehen will

Während Konzernchef Lionel Souque in den Rewe-Märkten auf gedruckte Handzettel verzichtet, geht die Touristiksparte aktuell nicht davon aus, dass sie kurzfristig komplett auf digitale Kataloge umstellt. Allerdings gibt es konkrete Pläne zur Papierreduktion und Steigerung des Recyclinganteils.

Kataloge

DER Touristik will mittelfristig nicht auf gedruckte Kataloge verzichten

Souque geht mit dem Thema Nachhaltigkeit oft und gerne in die Öffentlichkeit. Ein wichtiges Thema war dabei der Verzicht auf Handzettel und Werbeprospekte aus Papier. Zuletzt erklärte er, die Maßnahme habe nicht zu Umsatzeinbußen in den Rewe-Märkten geführt. Die neue, vor allem digitale Angebotskommunikation funktioniere und stoße auf breite Akzeptanz.

Bei der Veranstaltermarke Rewe Reisen gibt es indes nach wie vor gedruckte Prospekte; auch bei den klassischen Veranstaltermarken von DER Touristik sind gedruckte Kataloge weiter präsent. Das sei "aufgrund der je nach Produktgruppe unterschiedlichen Reisebüro- und Kundenbedürfnisse" notwendig, erklärt DER Touristik auf Anfrage von Reise vor9. Aber für einen Teil der Kataloge werde man "mehr und mehr auf dynamische und digitale Medien gehen".

Mehr Gewicht für digitale Werbung

DER Touristik habe 2019 die Darstellung der Produkte offline und online verzahnt, heißt es weiter. Die Kataloge enthielten seitdem weniger Text, dafür mehr Fotos, die Lust auf Urlaub machen sollten. Ergänzend gebe es ein markenübergreifendes Katalogportal der DER Touristik mit weiterführenden Informationen für Kunden und Expedienten: www.kataloge.dertouristik.info

Die klassische Pauschalreise werde meist durch die Beratungssysteme sehr gut beschrieben, erklärt eine Sprecherin. Im Baustein- und Fernreisegeschäft nutzten hingegen sowohl die Reisebüromitarbeiter als auch die Kunden den Katalog als Beratungs- und Inspirationsmedium.

Konkrete Einsparziele

DER Touristik habe in Deutschland kürzlich neue Umweltziele, unter anderem für Papier, gesteckt. So solle der Papierverbrauch bis 2030 um jährlich zehn Prozent reduziert werden. Der Anteil an Recyclingpapier solle bis 2025 auf 100 Prozent steigen.

Mit diesen Zielen, die auf eine bereits erfolgte Papierreduktion und Steigerung des Recyclinganteils aufbauten, könne die DER Touristik in Deutschland die Emissionen des Papiereinsatzes bis 2030 um bis zu 60 Prozent gegenüber 2022 senken, so das Unternehmen. Die Katalogproduktion mache hierbei den größten Anteil aus. 

Um die Einsparungsziele zu erreichen, sollten unter anderem Katalogtitel und Umfänge angepasst, Destinationen zusammengefasst sowie Auflagen und Versand mittels bedarfsgerechter Bestellmöglichkeit durch die Reisebüros optimiert werden. Zudem werde verstärkt auf PDF-Blätterkataloge, den Ausbau des Katalogportals mit umfassendem Zusatzcontent für Reisebüro und Endkunden und die Nutzung digitaler Alternativen gesetzt. Auch Rewe Reisen und Penny Reisen hätten die Auflagen ihrer Prospekte um 30 Prozent reduziert, heißt es weiter. Zudem würden Ausgaben zusammengelegt, um Papier einzusparen.

Christian Schmicke

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